Sonntag, 13. September 2009

Sonntag, 13. September 2009 - Astoria

Ausschlafen, dann 1,5 h Joggen im Central park und danach Haareschneiden (26$ ist für unsere Gegend hier billig).
Queens: Astoria, das Griechenviertel! Sind also mit der Subway hin, und einiges abgelaufen. Aber nach einer kurzen Internetrecherche muß ich wohl doch noch einmal genauer schauen. Ein paar Restaurants, Shops, Cafes und Kirchen, aber nicht wirklich viel. Ok, aber wir waren zuerst mal in Yaya's Bakery und haben uns mit den nötigsten griechischen Leckereien eingedeckt - Mini-Baklava, Milchreis mit Zimt/Zucker, Sesam-Koulouri, Kourabiedes, Spanakopita und Tyropita (31 Str. zw. 30th Ave. und Newtown Ave.) Dann einen kurzen Bummel, wo wir am Athens Square, einer Queens-Zweigstelle des Mount Sinai, dem Socrates Sculpture Park, (links) einem mit moderner Kunst gefüllten Park und schließlich der St. Demetrios Church inkl. Greek-American School (rechts) vorbeikamen.

Dort haben wir ein paar Kerzen angezündet und uns dort mal ein wenig erkundigt. Wir haben alles ausprobiert und Broadway (nicht der in Manhattan) war der beste Tip. Hier war es sehr belebt und für's erste die meisten griechischen Läden. Haben dann einen Frapé im Grand Cafè (37 Str./30th Ave.).
Essen waren wir dann aber im Omonia (32nd Str./Broadway, oben), die hatten eher alles, viel griechische Kuchen, aber wenig typisches Essen. Die Pizza war billig, aber gut. Zudem haben wir uns eine Packung original Caprice (griechische Waffeln gefüllt mit Schokolade) gegönnt. Die gibt es in Deutschland auch von anderen Herstellern, aber für meinen Geschmack sind das einfach die Besten!

Samstag, 12. September 2009

Samstag, 12. September 2009 - Woodbury Commons

07:00 Uhr aufstehen und den weißen Dodge Caravan (7 Sitze, von denen alle besetzt waren) mit der online Reservierung bei Dollar-Vermietung abholen, ist hier nur ein paar Straßen weiter. Versicherung und Navi dazu. Los geht's. Fast - da war so eine lange Schlange, dass wir dann um 09:15 Uhr losgefahren sind.
10:30 Uhr 50 miles weiter - Woodbury Commons Outlet in Central Valley: um die 200 Shops. Das bisher größte Outlet, in dem ich war. Überraschenderweise war es hier sehr gut sortiert und fast alles noch da. Die Auswahl war gigantisch. Zu dem normalen Sale gab es noch ein Rabattbuch für Mount-Sinai-Angestellte, diese Gutscheine sind aber erst bei einem bestimmten Betrag gültig geworden. Kleine Mittagspause mit den anderen und ein paar Cookies von Mrs. Fields (natürlich für morgen früh...) und dann gings weiter. Zum Abschluß war ich bei GODIVA Chocolatier und habe mal deren Pralinen probiert!
18:00 Uhr Abfahrt. Es hat sich für jeden gelohnt, denke ich, und jeder war zufrieden. Ich habe - wenn man alles mit den Originalpreisen vergleicht - den Betrag gespart, den ich auch ausgegeben habe.
Auto zurückgebracht. hatte vergessen zu tanken, aber wir hatten kaum etwas verbraucht, so ging der Hake auf Full und damit ein paar Dollar Trinkgeld für den Fahrer der Vermietung. Kurz einkaufen und essen. Jetzt bin ich ganz schön platt... Freue mich auf einen erholsamen Sonntag!

Freitag, 11. September 2009

Heute ging der Tag erstmal mit einer Nierentransplantation los - die OP-Schwerster wollte mir keine Biogel-Handschuhe geben, da diese zu teuer seien und die Chirurgen selbst das nicht bekämen. Dafür durfte ich dann abends mit Kortison mein Ekzem einschmieren. Fazit für mich: Biogel oder ein anderer Studetent steht steril am Tisch! Sonst war das niergends ein Probelm, in Deutschland ist der angebliche Unterschied unter 50ct. hier knapp über 1$.
Abends waren wir schön einen Burger essen und dann in einer laut dem Internet sehr gemütlichen Lounge. Es war dann mehr ein "Kindergeburtstag", es war kaum Licht (die Bilder zeigen einen schön ausgeleuchteten Raum mit indischem Flair), zu laute Musik und die Sitzmöglichkeiten waren raus geräumt. Das Taj in der 21. Str. war nix...

Donnerstag, 10. September 2009

Donnerstag, 10. September 2009

Heute Rounds (Visite) auf der Kindertransplant und dann konnte ich mich ganz dem Lernen hingeben.
Abends Renee Rosnes (piano, letzte Woche schon bei James Moody gespielt) Quartett im Dizzy's Club Coca Cola im Jazz at Lincoln Center, für Studenten 15$ - das erste Mal, dass ich hier einen Studentenrabatt bei einem Konzert erlebe. (Frederik P. Rose Hall, Broadway auf 60. Str., 5. Stock). Besetzung: Lewis Nash (dr), Peter Washington (b), Steve Nelson (vibes). Zudem gab's ein zweites Aftershowset mit dem Helen Sung Trio gratis. Aber vor allem ist die Aussicht zu erwähnen - die Band spielt vor Panoramafenstern, dahinter ist der Central Park, einer der Trump Tower und in der Ferne die Upper Eastside zu sehen. Der Club an sich ist alles in allem sehr edel eingerichtet und erinnert eher an eine Lounge. Alles in allem wirkt es sehr großräumig und die Gerüche aus der Küche versprechen Einiges.

Mittwoch, 09. September 2009 - Carnegie Hall

Morgends wieder eine Studien-OP am Schwein, die Laborhelfer hatten das Schwein leider gefüttert, somit musste abgebrochen werden. Danach wurde in dem Transplantationsteam zugewiesen. Da es zuviele Studenten seien, hätte ich zum "Blasen"-Team gehen sollen. Ich erklärte dem Beauftragten, dass dies nicht mein bevorzugtes Thema wäre, ich es aber natürlich trotzdem machen würde, jetzt bin ich wieder bei den Kindern.
Abends Carnegie Hall mit Andrea Bocelli - das hat sich echt gelohnt, obwohl ich im Balcony saß (4 Stockwerke mehr). Er hatte mit dem NY Phiharmonic Orchestra (conducted by Asher Fisch) kurze Titel verschiedener Komponisten wie Bach, Händel, Schubert, Bellini, Verdi u.v.a. gesungen, u.A. drei Ave Maria. Danach gab es noch zwei Zugaben, als Abschluß La donna è mobile.
Die Carnegie Hall wurde 1891 errichtet und zählt zu den besten Akustiken der Welt, bei der Restauration Anfang der 1990er Jahre wurde großen Wert darauf gelegt, dass die Raumeigenschaften nicht verändert wurden. Ich habe zwar ganz oben in der Mitte gesessen, aber so eine perfekte Exaktheit an Musik habe ich noch nie live erlebt.
Auf dem Heimweg hat in der U-Bahn-Station eine sehr alter Musiker mit seiner E-Gitarre gespielt. Die Akustik war gab seinen Pop-Interpretationen etwas Schwebendes - das richtige Feeling im richtigen Moment...

Dienstag, 8. September 2009

Dienstag, 08. September 2009

Heute sollte eigentlich meine Rotation in der Lebertransplantation losgehen. Aber...
Als ich hier vor einem Monat begonnen hatte, wurde mir mitgeteilt, dass meine Rotation in der Allgemeinchirurgie im North General Hospital gecancelt wurde. Das Hospital nehme seit Juli keine Studenten mehr auf. (Gut, dass ich vorher darueber informiert wurde.) Kein Problem hiess es, ich wuerde der Lebertransplantation zugeteilt. Als ich dann heute Morgen bei Steven, dem Studentenbeauftragten war, wusste er natuerlich nicht Bescheid. Es waere aber kein Probelm, er braeuchte nur die Unterschrift vom Chef, der aber erst morgen wieder da ist. Also habe ich heute schön Zeit, in der Bibliothek zu Arbeiten.
Mittags Karten für Lion King geholt. Jeden Montag (bzw. Dienstag wg. dem Feiertag) lohnt es sich beim Office für Recreation nachzuschauen, was sie diese Woche für Angeboten haben - anstatt 260$ nur 188$.
Dieses Törtchen heißt Regina ... bei jedem Bissen weiß man, dass es den Namen der Königin verdiehnt hat (Corrado - Bread & Pastry, 1361 Lexington Ave, Ecke 90. Str und Lex.)
Habe gerade einen Wagen für Samstag gemietet, da fahren wir ins Outlet (Woodbury Commons). Der Bus dorthin kostet 42$ pro Person. Aber ein Van (natürlich wieder übers Office of Recreation) kostet anstatt 140$ nur 70$ pro Tag mit unlimited miles. Da passen 7 Leute rein und die Plätze sind auch schon fast weg. Ich glaube in so einer teuren Stadt wie NYC muß es einfach eine solche Institution geben, da man sich bei dem Gehalt und den Mieten als Assistenzarzt hier sonst wohl kaum ein Freizeitvergnügen leisten könnte.
Nachts (21:00-22:30) Joggen im Central Park, die asphaltierten Strassen sind beleuchtet und es ist viel Polizei unterwegs. Das kann man problemlos machen. Außerdem trifft man einige andere Jogger, Pärchen oder auch einen Posaunisten, der sein Spiel auf einem Macbook aufgenommen hat. Laut mapmyride.com ist die große Runde etwa 8km lang.

Montag, 7. September 2009

Montag, 08. September 2009 - Labor Day & West Indian Carnival

Tag der Arbeit - Die Idee geht auf die Achtstundentag-Kampagnen (seit 1869) der amerikanischen Arbeiterbewegung zurück. 1882 gab es die erste Labor Day Demonstration, 1884 wurde es in den USA ein gesetzlicher Feiertag. In GB, Canada, Australien, Neuseeland, Irland gibt es den hier "Labour Day" geschriebenen Feiertag ebenfalls. Die Urheberschaft wird kontrovers zwischen den beiden großen "Labor Day Organistaionen" hin und hergeschoben. Peter McGuire von der American Federation of Labor war wohl, neueren Quellen zufolge, lediglich Redner an dem ersten Labor Day. Matthew Maguire soll als Sekretär der Central Labor Union of New York wohl der Urheber und Organisator des ersten Labor Day's gewesen sein.
Generell geht die Idee (um 1830er Jahre) auf den walisischen Unternehmer und sozialreformer Robert Owen zurück. 1889 wurde auf dem Internationalen Socialist Congress in Paris der 1. Mai als weltweiter Arbeitertag festgelegt.
Labor Day Carnival oder auch Western Indian Carnival wurde erstmalig 1920 in Harlem von einer kleinen Gruppe Frauen karibischer Herkunft als öffentliche Kostümparty veranstaltet. Die erste Parade war 1947 in Harlem. Heutzutage findet das Fest in Brooklyn statt und das ganze Wochenende steht unter dem Stern des karibischen Karnevals. Die Parade geht dann interssanterweise um 11 Uhr los und es sind vorallem Fahnen aus Trinidad, Barbados und Grenada zu sehen, die Eröffnungsparade beginnt aber schon um 03:00 Uhr morgens.

Also wir waren so gegen 13:30 Uhr dort. Die Straßen waren voller Menschen, aber keine Parade? Waren wir zu spät? Wir sind einfach mal die Straße runter an den Ständen entlang... Dann kamen Wagen, Tanzgruppen, Radiosender - ohne Ende. Ein schönes Volksfest mit vielen kleinen Ständen, die original karibischem Essen anbieten.

Danach auf der Suche nach richtigem NY Cheesecake sind wir schließlich ins Juan Valdez Cafe. Hatte einen Cafe-Milchschake, den ich nur empfehlen kann. (1451 Broadway, 41 Str. zw. Broadway und Fashion Ave.=7th Ave.).
Die Giant Needle & Button wurde 1995 als Wahrzeichen des Fashion Center Informaiton Kiosk (Garment District) gebaut (553 7th Ave, 39th Str.). Design: Pentagram Architektur-Service, das Kiosk hat die Form eines Pentagrams. Die von Oldenburg* inspirierte und preisgekrönte Skulptur besteht aus einer 9,45m langen Nadel und dem größten Knopf der Welt. Die Fashion District Management Association, besser bekannt als Fashion Center Business Improvement Distict (BID) wurde gegründet, um die Entwicklung und Vitalität in Midtown Manhattan zu fördern. Der Fashion District reicht von der 33. bis 41 Str. und von 5th bis 9th Ave.
[* Claes Oldenburg zählte neben Andy Warhol und Roy Lichtenstein zu den bedeutensten Vertretern der amerikanischen Pop-Art.]